Tschechische Mädchen

böhmische Mädchen

Gekocht, gelacht, beglückt - Tschechische Frau zwischen Arbeit und Haushalt Was Karel Gott als Idylle seiner Babitschka, seiner Grossmutter, noch immer singt, ist bei näherer Untersuchung nur ein freundlicher Blick auf die Mehrfachbelastung der Menschen durch Familien, Haushalte und Arbeitsplätze. Es gibt nichts speziell Tschechenhaftes. Vera Kucharova vom Institut für Arbeits recht und sozial (VUPSV) hat sich mit der Situation von Familien und Männern in der Tschechischen Republik befasst.

Verglichen mit anderen Ländern Europas ist die Einstellung in der Tschechei relativ konservativ. "Das Verhalten der Tschechen ist eher traditionell, da die Familien eine größere Bedeutung auf der Skala der Werte haben". Darüber hinaus wird in der Tschechoslowakei vermehrt eine klassische Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Haus und Hof oder die Kindererziehung gefordert.

"Vereinfacht gesagt: Der Mann besitzt die große weite Welt mit Job, Arbeit, Familie und Geld, die Dame beschützt die kleine weite Welt, das Haus und die Kleinen. Zumindest in einem Fall ist dieses Bild jedoch nicht mehr die tschechische Wirklichkeit. Auch in der Tschechoslowakei war es wie in anderen Sozialistenländern durchaus normal, dass eine Berufsausübung von Damen stattfand.

Allerdings bleibe die Verteilung der Rollen unberührt, sagt Vera Kucharova: "Gerade in der Tschechischen Republik arbeiten viele von ihnen seit langem, doch ein großer Teil der Hausarbeit und der Erziehung von Kindern bleibe den Müttern über. "Es sind nicht nur erbärmliche Menschen, die ihre Ehefrauen mit viel Mühe und Verantwortungsbewusstsein allein gelassen haben.

Die Erkenntnis, dass Haus und Hof die Essenz der Frau sind, hat nach wie vor Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung - tschechische Damen jammern oft unter der doppelten Last, sind aber gleichzeitig darauf bedacht, dass sie diese Voraussetzungen erfüllen. Das gelte auch für die Ausbildung von Kindern, erklärt Vera Kucharova vom Institut für Sozial- und Arbeitsrecht.

"Auch in der Tschechischen Republik wird die Bedeutung der weiblichen Eltern bei der Kindererziehung immer noch sehr hoch eingeschätzt - nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von den individuellen Mitarbeiterinnen selbst. Doch auch die besten Großmütter können nicht anders, als die Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben zu erschweren.

Das ist offensichtlich. Vera Kutscharowa nennt das hier. "Äußere Verhältnisse auf dem Markt und die Ansprüche an den Menschen widersprechen den Ansprüchen der Ehe. Wer seine Familien ökonomisch sichern will, muss sich den Verhältnissen auf dem Markt unterordnen.

"Die Tschechische Republik hat einen sehr hohen Erziehungsurlaub. Das ist natürlich sehr gut für die Kleinen. Für den Job und die Laufbahn bedeutet dies jedoch große Schwierigkeiten, da die Frau keine Chance hat, ihren Job zu behalten. Seither dürfen Mütter im Erziehungsurlaub nebenberuflich tätig sein, ohne ihren Lohnanspruch zu verlieren. 2.

"Andererseits wurden keine Kinderbetreuungseinrichtungen eingerichtet, damit die Mütter die Kleinen z.B. in den Vorschulkindergarten bringen oder auf andere Art und Weisen betreuen können, während sie z.B. eine Ausbildung absolvieren. "Da in der Tschechischen Republik die Familienverantwortung vor allem bei den Damen angesiedelt ist, haben sie auch eine sehr schwere Position auf dem Arbeitsmark.

Insbesondere bei jungen Mädchen ist es oft schwierig, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Unternehmen hauptsächlich um Familien und Kleinkinder kümmer. Die Tschechische Frauenvereinigung möchte mit den Damen selbst beginnen und sie dazu anregen, sich den Unternehmern gegenüber aufgeschlossen und konstruktiv zu zeigen. "Natürlich ist es richtig zu sagen: Ja, ich habe meine eigene Gastfamilie - aber gerade deshalb bin ich der ideale Organisator, weil ich es hinbekomme, den Alltag in der Gastfamilie zu meistern, und außerdem habe ich noch Zeit zu arbeiten.

"Gleichzeitig soll eine Flexibilisierungskampagne die Betriebe davon überzeugen, die Voraussetzungen für eine verbesserte Position von Frau auf dem Markt zu verbessern. Dazu zählen als dritter Teilhaber natürlich auch Männer und Vater, die eine aktive Mitwirkung in der Gastfamilie und mehr Selbstverantwortung haben.

Laut einer Studie wären 60 % der tschechischen Jugendlichen zu einer Elternzeit in der Tschechischen Republik berechtigt - vorausgesetzt, die Mutter hat das größere Einkunftsrecht. Aber nicht nur in der Tschechischen Republik liegt der Durchschnittslohn der Damen nach wie vor erheblich unter dem der Herren.

Noch immer eine große Aufgabe in der Tschechischen Republik, nach 40 Jahren sozialistischer Entwicklung, in denen die ganze Menschheit die einzigen Rückzugsorte vor der völligen Sozialisierung war, erläutert Vera Kucharova vom Institut für Forschung für Arbeit und soziale Angelegenheiten schließlich noch einmal. "Auch in der Tschechischen Republik wird die Gastfamilie immer noch als die private Sphäre betrachtet. Aber wenn wir es schaffen wollen, die familienpolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, können wir dies nur unter der Bedingung tun, dass die Familien für die Allgemeinheit aufgeschlossener werden.

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