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Mathias Tschöp zum neuen wissenschaftlichen Direktor am Helmholtz Center München ernannt - Helmholtz Center München Mathias Tschöp wird zum neuen wissenschaftlichen Leiter und Vorstandssprecher des Helmholtz Centers München ernannt. Er wird ab sofort die wissenschaftlichen Aufgaben von Prof. Dr. Günther Wess übernehmen, der das Center 13 Jahre lang leitete. Bundesministerin Anja Karliczek betont: "Wir freuen uns, dass wir Matthias Tschöp für diese Arbeit gewonnen haben.

Er ist Arzt, Naturwissenschaftler und Forschungsleiter und vereint hochkarätige Basisforschung mit dem Ziel, einen wirksamen Beitrag zur Diabetesbekämpfung zu liefern. Das Helmholtz Zentrum München ist nach der erfolgreichen Umwandlung in ein modernes biomedizinisches Entwicklungszentrum unter der Leitung von Günther Wess für die weitere Entwicklung bestens gewappnet. Gleichzeitig hoffen wir auf neue Anregungen durch Matthias Tschöp.

"Matthias Tschöp, ein weltweit anerkannter und preisgekrönter Spitzenwissenschaftler, wird das Helmholtzzentrum München leiten", sagt Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Vorsitzender der Helmholtz Gemeinschaft. "Es freut mich sehr, dass wir mit ihm einen Wissenschaftsdirektor gewonnen haben, der dieses hervorragende Center seit vielen Jahren kennen und weiter vorantreiben wird.

"Ein erfolgversprechendes Beispiel dafür ist der Helmholtz-Pionier-Campus, den er gerade als wissenschaftliche Gründungsdirektorin mit aufgebaut hat. Das Helmholtz Zentrum München genießt einen hervorragenden internationalen Stellenwert und wurde zu Beginn des Jahres 2018 durch eine umfangreiche Überprüfung untermauert. "Auch Günther Wess, dem früheren Direktor, ist es ein großes Lob, auf diesem hohen Niveau zu sein.

"Matthias Tschöp wechselte 2011 an das Helmholtz Center München, wo er zunächst Leiter des IZM wurde. Gleichzeitig wurde er als erster Arzt mit einer Alexander von Humboldt-Professur auf den Ruf an den Fachbereich Stoffwechselkrankheiten der TU München verpflichtet. Matthias Tschöp hat sich mit seinem Einsatz in München zunächst dem Verbund der Zuckerforschung gewidmet - auch über das Helmholtz Center München hinaus.

Das Helmholtz-Zentrum für Diabetes (HDC) und seine Kooperationen an den beiden Münchener Hochschulen und den Niederlassungen in Tübingen, Dresden und Leipzig beschäftigen heute rund 500 Mitarbeitende. Matthias Tschöp hat als Leiter des HDC und mit seiner eigenen Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, die deutsche Diabetes-Forschung in der Spitzengruppe zu positionieren.

Gemeinsam mit seinem Forscherteam fand er bedeutende Kommunikationsprozesse zwischen Magen-Darm-Trakt und Hirn und entwickelt neuartige Substanzen gegen Zuckerkrankheit und Fettleibigkeit, die sich derzeit in viel versprechenden Kliniken abspielen. Die enge nationale und überregionale Vernetzung von Matthias Tschöp wird unter anderem durch die von ihm initiierte Helmholtz-Diabetes-Konferenz belegt, die jedes Jahr eine Vielzahl internationaler Spitzenwissenschaftler in die bayrische Hauptstadt anlockt.

Der Arzt blickt aber immer über die eigenen Forschungsgrenzen hinaus und sucht den Dialog mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen: Er hat als Gründungsgeschäftsführer des neuen Helmholtz-Pionier-Campus bereits ein neuartiges Programm für die Gemeinschaft entwickelt, nach dem sich international führende Nachwuchswissenschaftler aus den Ingenieurswissenschaften, aus den Bereichen Chemie, Chemie, Physik, Mathematik, Computerwissenschaften und Biotechnologie sowie aus der Klinik für die gemeinsame Arbeit an wegweisenden neuen Techniken einsetzen, um in den kommenden Jahren eine individualisierte, vorbeugende und therapieorientierte Präzisions-Medizin zu entwickeln und zu erproben.

"Das integrierte Zusammenwirken unterschiedlichster Disziplinen unter einem gemeinsamen Haus ist die Wissenschaft der Zukunft", erläutert Matthias Tschöp. "Das Helmholtz Zentrum München, Bayerns größter biomedizinischer Forschungsstandort mit seinem breit gefächerten Wissenschaftsspektrum - von der Genetik der Pflanzen bis zur Neurologie - und mit seinen vielen Nachwuchstalenten aus aller Herren Länder bieten daher mit den beiden Münchener Hochschulen und den Life Science-orientierten Helmholtz-Zentren in Deutschland einmalige Bedingungen, um neue Lösungsansätze für die großen ärztlichen Aufgaben unserer Gesellschaften zu entwickeln.

So werden wir in dieser Strategieallianz stark in die neusten am Center entwickelten Konzepte der KI einsteigen, um die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur rascher zu erfassen und Erkenntnisse in der Basisforschung schnell und merklich zum Nutzen der Allgemeinheit durchzusetzen. "Matthias Tschöps wissenschaftliche Leistung wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Erwin-Schrödinger-Preis, dem Paul-Martini-Preis, dem Hansen-Familienpreis, dem Innovationspreis der Endokrinen Society, einem ERC Advanced Grant und den Outstanding Scientific Achievement Awards der American Diabetes Society und der Obesity Society.

Die Ehrendoktorwürde der Leipziger Uni ist ebenfalls verliehen worden. Matthias Tschöp tritt damit die Nachfolge von Günther Wess an, der nach 13 Jahren als Geschäftsführer das Schicksal des Helmholtz Centers München in neue Hand nimmt: "Ich bin davon überzeugt, dass Matthias Tschöp ein hervorragender Mensch für diese Position ist. Ihm und natürlich dem Centre alles Gute für die Zukunft!

"Matthias Tschöp wird das Center zusammen mit Heinrich Baßler, dem kaufmännischen Leiter, und Dr. Alfons Enhsen, dem Leiter der wissenschaftlichen und technischen Abteilung, anführen.