Senioren Online

Ältere Online

Untersuchung: Wie Senioren das Netz benutzen Viele Senioren sind heute auf das Netz angewiesen - auch wenn noch mehr von ihnen einen Plattenspieler als ein Handy nutzen. Obwohl die Nutzung des Internets durch ältere Menschen derzeit noch weit unter dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt, ist es im vergangenen Jahr bei den über 65-Jährigen dennoch signifikant gestiegen. Zu diesem Ergebnis kam die Untersuchung Senioren in der Digitalwelt durch den BITKOM im Jahr der Wissenschaft Die Digitalgesellschaft, die Bundesministerin Johanna Wanka im vergangenen Jahr zusammen mit dem Präsidenten des BITKOM, Dieter Kempf, vorstellte:

Danach sind 38% der Senioren mittlerweile im Web unterwegs, verglichen mit nur 32% im Vorjahr. Durchschnittlich 78% der Bevölkerung benutzen das Intranet. Doch sobald die Älteren das Medium selbst erst einmal gefunden haben, wollen sie es oft nicht mehr missen: 46 Prozentpunkte der User können sich ein Dasein ohne das Medium Web nicht mehr ausmalen, und 52 Prozentpunkte sind davon Ã?berzeugt, dass das Online ihre Lebensbedingungen verbessert hat.

60% geben an, dass es ihnen hilft, mental gesund zu sein und 81% der Benutzer sind davon Ã?berzeugt, dass sie ihr Wissen online vertiefen konnten. Von den netzwerkaktiven Senioren benutzen 79 Prozentpunkte das Netz, um über die aktuellen Ereignisse auf dem neuesten Stand zu sein, 68 Prozentpunkte informieren sich über das Gesundheitswesen.

Für die ältere Altersgeneration ist neben den Informationangeboten die Verständigung besonders wichtig: 91 Prozentpunkte verfassen E-Mails, 28 Prozentpunkte tätigen Telefonate online und 15 Prozentpunkte sind in Social Networks mit dabei. Eine 57-prozentige Online-Shoppingquote. Welche Beweggründe gibt es für Senioren, sich ganz bewußt gegen die Nutzung des Internets zu haben? Im Gegensatz zu einigen gängigen Vorurteilen heißt es in der Studie: "Ältere Menschen, die das Netz ganz aufgeben, tun dies in sehr wenigen Ausnahmefällen aus Angst: 66% sind der Meinung, dass sie das nützt.

55% der Nicht-Nutzer rechtfertigen ihre Wahl mit einem Fehlen von technologischen Möglickeiten. Die 41% geben an, dass sie sich in ihrem Lebensalter nicht damit befassen wollen. Ein Neunprozentiger kennt niemanden, der ihm hilft, sich im Netz zurecht zu finden. "â??FÃ?r viele Menschen ist noch nicht geklärt, wie sie die technologischen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil ausnutzen können.

In den kostenfreien Smartphoneschulungen im BASE_camp (Mittelstraße 51-53, 10117 Berlin) können Sie beispielsweise erfahren, wie Smartphones arbeiten und mit ihnen unterwegs im Netz surfen: von der Kommissionierung bis zum Import von Ansprechpartnern, vom Versand von E-Mails bis zur Installierung von Anwendungen. Ähnlich verhält es sich mit dem Forschungsprojekt Tablet PC für Senioren: Gemeinsam mit der Digital Opportunities Foundation rüstet die E-Plus Unternehmensgruppe Senioren-Wohnparks und Senioren-Computerclubs mit Tablet PC und einer kostenfreien Internet-Flatrate für zwölf Jahre aus.

Denn die Endgeräte machen es Senioren oft leichter, mit der Internetnutzung zu beginnen, denn der berührungsempfindliche Bildschirm macht sie viel komfortabler als ein ortsfester Desktop.

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