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In Berlin und Paris lehnen wir Kürzungen der GAP ab. Landwirte werden mit 340 Mio. Euro an Dürrehilfe unterstützt

Eine wochenlange Trockenheit hat in Deutschland viele Ernteerträge zunichte gemacht. Es handelt sich um eine katastrophale Situation für den Landwirtschaftssektor, die nun zur Ausrufung des Ausnahmezustands geführt hat. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat heute den Ausnahmezustand erklärt, um den von der Extremdürre geschädigten Landwirten, insbesondere im Viehzuchtsektor, Hilfeleistungen zukommen zu lassen.

"â??Gesamtausgaben in Höhe von 340 MuÌ?ndern sollen den landwirtschaftlichen Betrieben zugute kommenâ??, sagte Klöckner in Berlin. Die Bundesregierung würde 150 bis 170 Mio. EUR beisteuern. Gesamthaft sind nach Ansicht der Laender rund zehntausend Bauernhöfe durch die Trockenheit gefaehrdet, was ihre Lebensgrundlage gefaehrdet. Mit einem Einkommensrückgang von 30 Prozentpunkten müssen die beteiligten Bauernhöfe rechneten. Acht Bundeslaender haben bereits Verluste in Hoehe von drei Mrd. EUR gemeldeter Art und Weise.

Das ändert sich nicht, da einige marginale Landwirtschaftsbereiche nicht so stark beeinträchtigt sind. Eine steuerbegünstigte Reserve für die Bauern, mit der sie für ungünstige Verhältnisse sorgen können, könnte Abhilfe schaffen. Allerdings erwartet er aufgrund der Ertragsprobleme keine grundsätzlichen Preiserhöhungen bei Agrargütern: "Die Verkaufspreise werden sich stabilisieren", sagt Rukwied.

Georg Janßen, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgruppe Ländliche Landwirtschaft: "Für viele Betroffene ist bereits jetzt klar, dass dies nicht ausreichen wird. Günstige Einkaufspreise könnten dazu beitragen, die Lage auf kurze Sicht in den Griff für die Zukunft zu kriegen, was die Existenzbedrohung des Unternehmens gefährden könnte. Das ist unverantwortlich. 32 Cents pro Hektar Vollmilch, 1,47 EUR pro kg Rindfleisch. Auf der einen Seite müssen die Landwirte ihre Resistenz gegenüber Wirtschaftskrisen und Klimaextremitäten durch ein hohes Maß an betrieblicher Vielfalt und Qualitätsprodukten erhöhen.

Wir benötigen kostendämpfende Produzentenpreise und eine Umwandlung der Agrarwirtschaft in mehr Regionalismus und Vielseitigkeit, anstatt eine Serienproduktion für den Welthandel auf Kosten von Klimaschutz, Ökologie und den Lebensgrundlagen der Landwirte. So darf sich Julia Klöckner aufgrund der im Notfall zur Verfügung gestellten finanziellen Zuwendungen nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen, sondern muss diese Systemänderung forcieren. Dazu ist ein Klimaschutz-Aktionsplan für die Landbewirtschaftung und die Erschließung regionaler, kurzkettiger Vertriebskanäle, des biologischen Landbaus, von neuen Nutzpflanzen und Nutzpflanzen sowie einer adaptierten und landgestützten Viehzucht erforderlich.

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